Unternehmen bemängeln Bildungssystem

Umfrage des IW veröffentlicht

In den deutschen Unternehmen wächst die Unzufriedenheit mit dem bestehenden Beschäftigungs- und Bildungssystem. Bei einer Befragung von 633 Firmenchefs durch das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) führten die hohen Lohnzusatzkosten die Mängelliste an. Auf einer Skala von plus 100 (sehr gut) bis minus 100 (sehr schlecht) wurden sie mit minus 62 bewertet. In der am Freitag veröffentlichten Befragung wurde zudem schlecht benotet (-20), dass sich das Bildungssystem zu wenig an den Anforderungen des Arbeitsmarktes orientiere. Kritik gab es auch am allgemeinbildenden Schulwesen (-13), in dem ein dringender Reformbedarf bei der Vermittlung grundlegender Kenntnisse bestehe.

Eine relativ gute Bewertung vergaben die befragten Firmen dagegen der Berufsausbildung (+27). Trotz mancher Kritik sieht die überwiegende Mehrzahl der Betriebe in der fundierten Fachkräfteausbildung einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.. Zudem sprechen sich die Unternehmen unter anderem für eine praxisorientiertere Lehrerausbildung, zentrale Leistungskontrollen, den Ausbau der Begabtenförderung sowie die flächendeckende Einführung des Schulfaches Wirtschaft aus.