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Katholische Kirche will Sexualdelikte bei Geistlichen härter verfolgen

Sexueller Missbrauch

Die katholische Kirche will entschlossen gegen sexuelle Gewalt durch Geistliche vorgehen. Es müsse alles getan werden, um dem Missbrauch Minderjähriger stärker entgegenzuwirken und Wiederholungstaten zu vermeiden, heißt es Leitlinien, die die deutschen Bischöfe bei ihrer Herbstvollversammlung in Fulda einstimmig beschlossen. Wie der Vorsitzende der Konferenz, Karl Kardinal Lehmann, am Freitag sagte, sehen die Leitlinien unter anderem vor, dass in den Diözesen entsprechende Ansprechpartner beauftragt werden.

Diese Kontaktpersonen sollten Missbrauchsvorwürfe prüfen. Bei erwiesenen Vergehen würden die Täter unabhängig von einer Verfolgung durch das Zivilrecht auch kirchenrechtlich bestraft. In Einzelfällen sei eine Entlassung aus dem Klerikerstand vorgesehen. Den Opfern und ihren Angehörigen soll psychologische Hilfe angeboten werden. Die Täter müssten sich einer Therapie unterziehen. Nach Verbüßung ihrer Strafe werde ihnen keine Aufgabe in Verbindung mit Kindern und Jugendlichen mehr übertragen, hieß es.