Greenpeace Kletterer beenden Protest gegen Pipeline-Kredit

Mahnmal für die WestLB

Ein vier Meter hohes Mahnmal errichten Greenpeace Aktivisten heute morgen vor dem Haupteingang des WestLB-Gebäudes in Düsseldorf. Damit beenden sie den zwei Wochen dauernden Protest der Greenpeace Kletterer an der Fassade der Bank. Das Mahnmal, auf dessen Metallsockel ein Stück maroder Pipeline liegt, weist auf die Urwaldzerstörung im Amazonas hin, die die WestLB mit ihrem Kredit für den Bau einer Öl-Pipeline in Ecuador zu verantworten hat. Auf einem sechs mal zwei Meter grossem Banner ist zu lesen: "'Erster Preis für WestLB: Ihr Partner in Sachen Urwaldzerstörung."

Mit dem Pipeline-Fall wird sich auch der Eine-Welt-Ausschuss des nordrhein-westfälischen Landtages heute Nachmittag beschäftigen. Das Land Nordrhein-Westfalen ist mit fast 43 Prozent grösster Anteilseigner der WestLB. Greenpeace fordert die Landesregierung auf, dort Stellung zu nehmen zu dem neuen Gutachten über den Pipeline-Bau, in dem die Verstösse gegen die Umweltrichtlinien der Weltbank festgestellt werden.

"Zwei Wochen lang wollte die WestLB nicht über Umweltverbrechen in Ecuador reden," sagt Carsten Rocholl, Waldexperte von Greenpeace. "Jetzt muss die Landesregierung endlich zugeben, dass das Projekt nicht mehr gefördert werden kann. Der Kredit muss zurückgezogen werden."