Seehundsterben in der Nordsee geht unvermindert weiter

Tierschutz

Das Seehundsterben an der niedersächsischen Nordseeküste geht unvermindert weiter. Bislang seien über 1000 Seehunde und 9 Kegelrobben der Epidemie zum Opfer gefallen, sagte Landwirtschaftsminister Uwe Bartels in Hannover. Das entspreche etwa 15 Prozent der Gesamtpopulation.

Experten rechneten mit bis zu 2800 toten Tieren. Verantwortlich für das massenhafte Seehundsterben ist offenbar das seit Mitte Juli grassierende Staupe-Virus. Das Phocine Distemper Virus ähnelt dem Staupe-Virus bei Hunden. Der Erreger schwächt das Immunsystem der infizierten Tiere. Sekundärerkrankungen führen schließlich zum Tod. Vor 14 Jahren hatte das Staupe-Virus die Seehundpopulation in Nord- und Ostsee nahezu halbiert.