Ostdeutsche Unternehmen wachsen deutlich

Neue Ranking-Liste

Größtes ostdeutsches Unternehmen bleibt weiterhin ein westdeutscher Ableger. Volkswagen in Zwickau (Sachsen) hat mit einem Umsatz von 4,8 Milliarden Euro im Jahr 2001 noch einmal um 28,3 Prozent zugelegt und liegt weit vor der Verbundnetz Gas AG aus Leipzig (3,1 Milliarden Euro) und der Mitteldeutschen Erdöl-Raffinerie in Spergau (2,6 Milliarden Euro). Dies geht aus der jüngsten Rangliste "Die Top 100 des Ostens" hervor, die die Tageszeitung "Die Welt" veröffentlicht.

Wie das Blatt am Donnerstag vorab mitteilte, stiegen die Umsätze der größten hundert Firmen zwischen Ostsee und Erzgebirge im vergangenen Jahr um 6,6 Prozent. Damit setzen sie sich laut Zeitung klar vom Rest der ostdeutschen Wirtschaft ab, die um 0,1 Prozent schrumpfte. Insgesamt erlösten die größten hundert Betriebe 53,7 Milliarden Euro und beschäftigten 194 200 Mitarbeiter. Gemessen am Erlös ist die gesamte Elite des Ostens aber laut "Welt" gerade einmal so groß wie die Nummer fünf des Westens, der Energiekonzern RWE.

Die bundesdeutsche Nummer neun, Thyssen-Krupp, beschäftigt allein so viele Menschen wie die größten hundert Ost-Unternehmen zusammen. Die meisten ostdeutschen Großunternehmen konzentrieren sich laut "Welt" im Freistaat Sachsen. 35 der Top-100-Firmen haben ihren Sitz zwischen Leipzig und Görlitz.

In Sachsen-Anhalt und Thüringen sitzen noch einmal 18 beziehungsweise 17 Großunternehmen, so dass allein in Mitteldeutschland 70 Prozent der ostdeutschen Großunternehmen beheimatet sind. An der Börse hingegen fällt der Osten laut "Welt" kaum ins Gewicht. Nur 28 Börsengesellschaften sind in den neuen Ländern beheimatet, 12 davon allein in Thüringen. Nach dem Umzug von CargoLifter nach Berlin steht Brandenburg ganz ohne Börsenunternehmen da.