Mehr Ostdeutsche in der Regierung

Forderungen stoßen auf Gehör

Die Forderungen nach einer stärkeren ostdeutschen Vertretung in der Bundesregierung finden bei den Koalitionsverhandlungen offenbar Gehör. So soll nach Informationen des "Berliner "Tagesspiegel" " das bisherige Ministerium für Verkehr und Bauen aufgeteilt werden. Wie das Blatt unter Berufung auf Koalitionskreise berichtete, soll das künftige Bauministerium um den Bereich Aufbau Ost erweitert und mit einem ostdeutschen Minister besetzt werden. Die Ost-SPD dringt seit ihrem guten Abschneiden bei der Bundestagswahl auf eine stärkere Vertretung im Kabinett. Unklar blieb am Mittwoch aber, welcher Ostdeutsche als Minister in das Bundeskabinett rücken könnte.

Wie die Zeitung weiter schreibt, bemühe man sich, den Leipziger Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee (SPD) für dieses Amt zu gewinnen. Tiefensee werden allerdings auch Ambitionen nachgesagt, im Herbst 2004 bei der Landtagswahl in Sachsen als Herausforderer von Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) anzutreten - und deshalb in Leipzig zu bleiben. Sachsen-Anhalts SPD-Chef Manfred Püchel winkte inzwischen ab. Er stehe "definitiv" nicht für einen

Posten in Berlin zur Verfügung, sagte Püchel. Er sehe in den nächsten vier Jahren seine Aufgabe als Fraktionschef in der Opposition im Magdeburger Landtag.