Studie: Nachwachsende Rohstoffe halten Wände trocken

Naturdämmstoffe in Außenwänden bewährt

Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen sind auch in Außenwänden dauerhaft einsetzbar. Das belegt eine Studie der FH Kiel im Auftrag der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR). Die Naturmaterialien dämmen auch bei langanhaltender Feuchtigkeit nicht nur gut, sondern gleichen Schwankungen der Temperatur und der Feuchtigkeit teilweise sogar besser aus als ihre mineralischen Konkurrenten.

Im Innenausbau bewährt, wurden Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen für Außenwände bisher nur wenig getestet. Drei Jahre lang hat das Institut für Baustofftechnologie der FH Kiel deshalb jetzt 12 verschiedene Naturdämmstoffe für Außenwände speziell unter diesem Aspekt geprüft, auch mit Messungen an einem konkreten Bauwerk. Die Dämmstoffe bestanden zumeist aus Zellulose, Holzwolle, Hanf- und Flachsfasern oder Schafwolle. Mit einem eigens entwickelten Messsystem wurden Werte wie Temperatur und Feuchtigkeit kontinuierlich aufgezeichnet und ausgewertet.

Die Naturdämmstoffe hätten in den Tests durchgängig gute Werte erreicht, so die Forscher. Naturdämmstoffe würden bei Feuchtigkeit zwar schwerer, dämmten aber fast gleich gut. Auch mit Schimmel- oder Mikrobenbefall sei nicht zu rechnen. Versuche mit Modellwänden in einer Klimakammer sowie Berechungen mit einem Feuchtesimulationsprogramm, die zeigen sollten, ob Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen auch extremen Bedingungen dauerhaft standhalten, brachten gute Ergebnisse: Naturmaterialien in der Außenwand gleichen schwankende Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten sehr gut aus, vor allem wenn sie eine hohe Rohdichte und eine geringe Wärmeleitfähigkeit haben. Die Publikation der Ergebnisse erschien unter dem Ttel: "Symposium Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen" im Fraunhofer IRB Verlag (ISBN 3-8167-4740-X).