Hochschulabsolventen sind zu alt

Bergdorf kritisiert Studienzeit

Deutsche Hochschulabsolventen sind nach Meinung des Erfurter Universitätspräsidenten Wolfgang Bergsdorf viel zu alt. "Die Studenten erhalten ihre Zeugnisse im Durchschnitt mit 29 Jahren. In dem Alter stehen französische, englische und amerikanische Akademiker schon mehr als fünf Jahre im Beruf", sagte Bergsdorf der Nachrichtenagentur ddp in Erfurt. Er fügte hinzu: "Im Zeitalter der Globalisierung müssen wir aber mit denen konkurrieren."

Bergsdorf betonte, dass Studenten an der Erfurter Universität bereits nach sechs Semestern mit dem Baccalaureus den untersten akademischen Grad erringen könnten und damit einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss in der Tasche hätten. Die 1992 wiedergegründete Universität habe zudem ein funktionierendes

Mentorensystem entwickelt. Die Universität Erfurt wird laut Bergsdorf im Wintersemester 3400 Studenten zählen. Für Ausbildung und Betreuung der angehenden Akademiker sorgten 106 Professoren.