Eine historische Wende für die Flüsse

Elbe und Saale gerettet

Zur jüngsten Entscheidung der Bundesregierung, den Ausbau der Elbe und der Saale endgültig aufzugeben, erklärten die Parlamentarische Geschäftsführerin Steffi Lemke und der BUND-Elbe-Experte Ernst Paul Dörfler: „Diese Entscheidung ist der Beginn einer historischen Wende im Umgang mit unseren Flüssen. Nach 10 Jahren unablässigen Kampfes für die Rettung des letzten frei fließenden Flusses ist endlich ein Durchbruch erzielt worden: Die Elbe darf ein Fluss bleiben. Sie ist Symbol einer neuen, grün geprägten Flusspolitik, die den Schutz des Menschen mit dem Schutz der Natur in Einklang bringt.“

Die Elbe sei ein kostbarer Fluss. Für sie zu werben und sie zu einem Tourismusmagneten zu entwickeln, werde neue Arbeitsplätze schaffen, meine Dörfler und Lemke weiter. Der Abschied von der Schotterung von Sandstränden und das Nein zu Staustufenplänen an der Saale seien ein Grund zum Feiern. Die neue Flusspolitik muss jetzt Gestalt annehmen: Rückbau statt Ausbau stehe ab sofort auf der Tagesordnung. Oberste Priorität müsse der vorsorgende Hochwasserschutz haben. Neue Überflutungsräume sind zu schaffen, Deiche müssten verstärkt, vor allem aber zurückverlegt werden. Versteinte Flussufer müssten in Innenkurven entsiegelt, verbaute Sandstrände freigelegt werden.

Zu diesem Zweck müsse die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in eine Behörde umgewandelt werden, die sich um die Flüsse kümmert statt sie zu Wasserstraßen zu verbauen, forderten Grüne und BUND abschließend.