In Leipzig beginnt das 45. Dokfilm-Festival

Dokumentarfilme aus aller Welt

Kino satt gibt es ab Mittwoch in Leipzig zu sehen. Das Internationale Leipziger Festival für Dokumentations- und Animationsfilm zeigt an vier Tagen 349 Filme aus 44 Ländern. Eröffnet wird das mittlerweile 45. Dokfilm-Festival am Dienstagabend mit dem Streifen "Bowling for Columbine" des amerikanischen Regisseurs Michael Moore. Um die zu vergebenen Goldenen und Silbernen Tauben bewerben sich laut Festival-Direktor Fred Gehler 16 Dokumentations- und 49 Animationsfilme.

Schwerpunkt sei nach wie vor, den Dialog zwischen den Kulturen anzustoßen, sagt Gehler. Eroberte das Publikum im vergangenen Jahr die syrische Filmwelt, so verspricht das aktuelle Festival Entdeckungen unter den Titeln "Der zerbrochene Spiegel. Jüdische Identitätssuche in mittel- und osteuropäischen Dokumentarfilmen?" und "Sertschawan. Filme über die kurdische Tragödie". Der Schwerpunkt "Frauen-Film-Frauen" will laut Gehler ein weißes Feld der Dokumentarfilmforschung erschließen. Dabei gehe es um Rolle von Frauen in der Dokfilmgeschichte der 20er bis 50er Jahre.

"Meine Hauptaufgabe sehe ich darin, die Unverzichtbarkeit des Leipziger Filmfestes zu dokumentieren," sagt Gehler nicht zuletzt mit Blick auf die Finanzen. Noch steht das Budget von rund 650 000 Euro. Damit Leipzig fester Terminpunkt im internationalen Filmkalender bleibt, müsse der Kulturbürokratie die Wertigkeit immer wieder neu vermittelt werden.