Zehn Punkte für die Bildung

Kultusminister arbeiten an Qualitätsstandarts

Die Kultusminister der Länder arbeiten als Konsequenz aus der PISA-Studie mit Hochdruck an bundesweit geltenden Bildungsstandards. Bei ihren Beratungen in Würzburg verständigten sie sich auf ein entsprechendes Zehn-Punkte-Programm. Als Ziel wird darin eine "nachhaltige Qualitätssicherung" durch mehr schulische Eigenverantwortung genannt, wie Thüringens Ressortchefin Dagmar Schipanski (CDU) am Freitag als Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) mitteilte. Die Erarbeitung der neuen Bildungsstandards soll länderübergreifend finanziert und von unabhängigen Wissenschaftlern begleitet werden.

Erste Ergebnisse werden im nächsten Jahr aus entsprechenden Fachkommissionen erwartet. Nach den Worten von Schipanski werden auf Länderebene die wissenschaftlichen Bewertungsergebnisse ausgetauscht, um die Qualität nachhaltig zu verbessern. Den Ausbau von Ganztagsschulen bezeichnete sie als "Option" im Rahmen der Bildungsoffensive. Darüber hinaus soll die Öffentlichkeit in regelmäßigen Berichten über Stand und Entwicklung des Bildungswesens in Deutschland informiert werden. Ein erster Bericht wird im Herbst 2003 vorgelegt.