Autos sind die größte Schadstoffquelle

Studie der Uni Hohenhe

Der Kraftfahrzeugverkehr habe sich als größte Schadstoffquelle entpuppt. Das berichten Wissenschaftler der Universität Hohenhe. Drei Jahre lang hatten sie in 12 Ballungszentren Europas die Luftgüte mit Indikatorpflanzen gemessen. Industrielle Einrichtungen und Quellen wie Hausbrand spielten nur eine untergeordnete Rolle, so der Schlussbericht, der im Rahmen einer Veranstaltung am 5. November an der Universität präsentiert wird.

Es ergab sich eine weitgehende Übereinstimmung im geographischen Verteilungsmuster von Blattschädigungen und Ozonbelastung", so der Studienleiter Andreas Klumpp vom Institut für Landschafts- und Pflanzenökologie der Universität Hohenheim . Die chemischen Untersuchungen von Graskulturen auf Schwermetallgehalte wie Arsen, Cadmium, Chrom, Kupfer, Eisen, Blei, Platin, Antimon, Vanadium und Zink belegten den starken Einfluss von lokalen Belastungsschwerpunkten auf die Anreicherung von Schwermetallen in den Bioindikatorpflanzen und möglicherweise in der natürlichen Vegetation. Dabei sei der Kfz-Verkehr die größte Schadstoffquelle.

Die Wissenschaftler erhoffen sich nun eine Erarbeitung europäischer Richtlinien und eine Vernetzung verschiedener Programme zur besseren Etablierung der Methode.

Untersucht wurde unter anderem die Ozonschädigung mithilfe der ozonempfindlichen Tabaksorte Bel-W3. Typische Ozonschädigungen wurden in allen teilnehmenden Städten beobachtet, in Großbritannien, Dänemark und dem nordwestlichen Deutschland aber nur in geringem Umfang.

Das Projekt EuroBionet (das europaweite Netzwerk zur Beurteilung der Luftqualität mit Bioindikatoren) wurde unter Beteiligung von Kommunalverwaltungen, Forschungsinstituten und Schulen aus acht Mitgliedsländern der EU und mit finanzieller Unterstützung durch das LIFE Umwelt Programm der Europäischen Kommission ins Leben gerufen. Gefördert werden soll bei dem Projekt auch das Umweltbewusstein und die Umwelterziehung. Unter der Anleitung der Universität Hohenheim wurden im Zeitraum von 1999 bis 2002 in 12 verschiedenen Ballungsräumen mehr als 100 lokale Biomonitoring-Stationen installiert.