EU-Gipfel bestätigt europäische Erweiterung um zehn Länder

Türkei noch nicht dabei

Die geplante EU-Erweiterung ist in ihre entscheidende Phase getreten. Die 15 Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union beschlossen am Freitag in Brüssel, mit zehn Kandidatenländer abschließende Verhandlungen aufzunehmen und diese bis zum nächsten EU-Gipfel im Dezember in Kopenhagen zu beenden. Der offizielle Beitrittsvertrag soll im April 2003 in Athen unterzeichnet werden.

Bestätigt wurde vom Gipfel der Kommissionsvorschlag, wonach die Länder Zypern, Estland, Ungarn, Lettland, Litauen, Malta, Polen, die Slowakei, Tschechien und Slowenien die politischen Kriterien eines Beitritts erfüllen und in der Lage sein werden, ab 2004 auch die wirtschaftlichen Kriterien einzuhalten. Die zwei weiteren Beitrittskandidaten Rumänien und Bulgarien werden zu weiteren Schritten ermutigt, um 2007 beitrittsreif zu sein.

Eine Entscheidung zur Türkei, die seit 1999 den Status eines Beitrittskandidaten hat, aber mit der noch keine formellen Verhandlungen aufgenommen wurden, soll frühestens auf dem Dezember-Gipfel fallen. Der Europäische Rat stellte lediglich fest, dass die Eröffnung von Beitrittsverhandlungen "näher gerückt" seien.