Rund 10.000 Unterschriften gegen Aus für Bahn-Reisezentren

TRANSNET protestiert

Die Bahngewerkschaft TRANSNET hat am Montag ihre bundesweite "Aktion Ticket" gegen die Schließung von Reisezentren der Deutschen Bahn gestartet. Innerhalb weniger Stunden seien an wichtigen deutschen Bahnhöfen rund 10.000 Unterschriften gegen die Pläne gesammelt worden, teilte die Gewerkschaft am Mittag mit. Die Aktion sei am Vormittag in Berlin, Chemnitz, Dortmund, Dresden, Erfurt, Frankfurt am Main, Köln, Leipzig, Magdeburg und Rostock angelaufen. Für den Nachmittag war sie in Nürnberg und München anberaumt. Weitere Aktionen stünden in Hamburg, Hannover, Stuttgart und Karlsruhe an, kündigte Gewerkschafts-Vorstandsmitglied Karl-Heinz Zimmermann an. Die Aktion werde in weiteren Städten und auch auf dem Land weitergehen.

Anlass sind nach Angaben der Bahngewerkschaft Pläne der Deutschen Bahn AG, aus Kostengründen in den kommenden Jahren 1.800 Stellen in den Reisezentren abzubauen. Über 300 Standorte stünden dabei vor der Schließung. "Gerade im Vorfeld der Einführung des neuen Preissystems machen diese Pläne überhaupt keinen Sinn", unterstrich Zimmermann. Es könne nicht sein, dass "Kunden dazu gedrängt werden sollen, ihre Fahrscheine über Telefon und Internet zu kaufen".

Die Bahn AG hatte es schon im Vorfeld der Aktion abgelehnt, sich zu den von TRANSNET genannten Zahlen zu äußern. Die Überprüfung der Vertriebswege nach Angebot und Nachfrage sei ein laufender Prozess, sagte ihr Sprecher für den Personenverkehr Gunnar Meyer. Hauptgrund dafür sei die Notwendigkeit, die Vertriebskosten zu senken und wettbewerbsfähig zu werden.