Schienenblockade mit gemeinnütziger Arbeit bestraft

Prozess gegen Castorgegnerin

Unter eine der spektakulärsten Gleisbesetzungen in der Geschichte der Castor-Transporte ist am Donnerstag ein juristischer Schlussstrich gezogen worden. Das Jugendverfahren gegen die Robin-Wood-Aktivistin Marie in Dannenberg wurde unter Auflagen eingestellt. Die 17-jährige Schülerin muss 50 Stunden gemeinnützige Arbeit in einer Dannenberger Klinik leisten, entschied der Jugendrichter. Das Jugendverfahren wegen Nötigung und Störung öffentlicher Betriebe hatte unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden.

Die Jugendliche Marie hatte sich im März 2001 bei Süschendorf mitten auf dem Gleiskörper ihre Arme regelrecht einbetonieren lassen, um einen Castor-Transport in das niedersächsische Zwischenlager Gorleben zu blockieren. Dadurch musste der Zug mit den Atommüllbehältern zurücksetzen und erreichte erst mit einem Tag Verspätung sein Ziel. Vier an der Aktion beteiligte Männer waren zuvor bereits vom Lüneburger Amtsgericht zu Geldstrafen verurteilt worden.