325 Euro sind zu wenig

Dehoga fordert Reform der Billigjobs

Eine Reform der so genannten Billigjobs kann nach Ansicht des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) das Wachstum fördern und Stellen schaffen. Verbandspräsident Ernst Fischer forderte am Montag in Berlin eine Anhebung der Grenze für ausschließlich geringfügig Beschäftigte von 325 auf 600 Euro. In der momentanen Situation mit massiven Umsatzrückgängen im Gastgewerbe wären die Anhebung der Geringfügigkeitsgrenze und die Wiedereinführung der pauschalen Lohnsteuer im Bereich der geringfügigen Beschäftigung "ein wichtiges und unentbehrliches Signal", sagte Fischer. Die Hartz-Kommission zur Reform des Arbeitsmarktes hatte eine Erhöhung der Einkommensgrenze von 325 auf 500 Euro für haushaltsnahe Dienstleistungen vorgeschlagen.

Der "Frontalangriff" der Bundesregierung auf die Geldbeutel der Mitarbeiter habe sich im Gastgewerbe seit 1999 als beispielloser "Jobkiller" erwiesen, kritisierte Fischer. Die Neuregelung 1999 habe eine "noch nie da gewesene Kündigungswelle von geringfügig Nebenbeschäftigten über Hotellerie und Gastronomie" gebracht. Dadurch seien in Deutschland 100 000 Stellen verloren gegangen. Aufgrund der Sozialabgaben- und Steuerlast habe sich die Arbeit für die Beschäftigten nicht mehr gelohnt.