Bundesinstitut warnt vor Krebsgift Acrylamid in Lebensmitteln

Pommes Frites, Chips, Knäckebrot und Toast betroffen

Der Skandal um hohe Konzentrationen des krebserregenden Gifts Acrylamid in Lebensmitteln weitet sich offenbar aus. "Acrylamid ist mit Abstand das größte Problem, das wir in den letzten Jahren hatten", warnte die Sprecherin des Bundesinstituts für Risikobewertung, Irene Lukassowitz, in der "Bild"-Zeitung. Dagegen seien Nitrofen- und Hormonskandale "harmlos" gewesen. Die Bundesregierung stufe den Acrylamid-Skandal als sehr ernst ein.

Eine Sprecherin des Verbraucherschutzministeriums sagte dem Blatt: "Wir haben ein Acrylamid-Minimierungsprogramm gestartet." Lebensmittelkontrolleure gingen durchs Land und nähmen Proben. Alle Hersteller, deren Produkte die höchsten Acrylamid-Werte aufweisen, würden aufgefordert, "ihre Herstellungsverfahren zu ändern, die Werte zu senken".

Acrylamid war in sehr hohen Konzentrationen in Pommes Frites, Chips, Knäckebrot und Toast gefunden worden.