Tierhilfswerk mahnt: Kleinzirkusse gefährden ihre Tiere

Aufgeben statt Betteln

Das Deutsche Tierhilfswerk e.V. macht auf eine drohende Pleitewelle von Kleinzirkussen in diesem Winter aufmerksam. Die allgemeine Wirtschaftslage ist schlecht. Davon betroffen seien nicht nur ortsansässige, sondern auch reisende Klein- und Mittelstands-Unternehmen. Aus dieser Situation gebe es für die Tiere auch durch gelegentliche Geldspenden kein Entrinnen. Das Tierhilfswerk fordert die Zirkusunternehmer auf, lieber aufzugeben und ihren Tieren eine sichere Zukunft in tiergerechter Haltung beschafft, als bettelnd ihr Leiden zu verlängern.

Ungeniert würden Tierfreunde in Notzeiten des Zirkusses um Unterstützung für die Tiere angebettelt. Aber damit würde nur die Fortsetzung tierschutzwidriger Zustände unterstützt. Denn die Tiere würden zumeist nicht artgerecht gehalten, ausreichend versorgt und bewegt. Sie vegetierten nahezu bewegungslos in viel zu kleinen, dunklen Transportern oder notdürftig erstellten Kleinst-Gehegen vor sich hin. Wenn Tierschützer oder Behörden dagegen Alarm schlagen, zöge das Unternehmen einfach weiter, anstatt die Zustände zu verbessern. „Die seit Jahren bekannten Probleme werden nicht gelöst sondern immer nur verschoben, damit geht das Leiden der Tiere in Zirkussen nie zu Ende", so Rüdiger Schmiedel vom DTHW.