Eine Milliarde Euro Kredite für Solarstromanlagen seit 1999 vergeben

Solarenergie

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat im Rahmen ihres 100.000 Dächer-Solarstrom-Programms das Fördervolumen von einer Milliarde Euro erreicht. Es wurden Solarstromanlagen mit einer Nennleistung von rund 190 Megawatt gefördert. Durch diese neu installierte Photovoltaik-Leistung könne der Kohlendioxidausstoß jährlich um 100.000 Tonnen verringert werden, teilte die KfW mit. Mit dem produzierten Strom könnten 50.000 Privathaushalte ihren Strombedarf decken. Deutschland habe mit der erfolgreichen Förderung der Photovoltaik eine führende Rolle innerhalb der EU eingenommen.

"Für den Boom der Solarbranche in Deutschland bilden das 100.000 Dächer-Solarstrom-Programm und das Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien (EEG) ein ideales Gespann," sagte Detlef Leinberger, KfW-Vorstandsmitglied. Die hohen Investitionskosten könnten durch günstige Kreditmittel finanziert werden. Zur Tilgung der Kredite kann die jährlichen Vergütung für den produzierten Solarstrom eingesetzt werden.

Das 100.000 Dächer-Solarstrom-Programm ist das weltweit größte Kreditprogramm zur Förderung der photovoltaischen Stromerzeugung. Es startete 1999 und wird zunächst bis Ende 2003 weitergeführt. Mit Krediten zu einem besonders attraktiven Festzinssatz und mit langer Laufzeit unterstützt die KfW die Errichtung und Erweiterung von Anlagen zur Energiegewinnung durch Solarzellen, sogenannte Photovoltaik-Anlagen ab einer Mindestgröße von 1kWp Nennleistung. Der aktuelle Zinssatz (Stand: 11. November 2002) beträgt nom. 1,90 % p. a. (eff. 1,91 % p. a.) und ist fest für die gesamte Laufzeit von 10 Jahren. Anträge können bei allen Banken und Sparkassen gestellt werden.

Für Interessenten steht das KfW-Informationszentrum zum Ortstarif unter 01801/335577 zur Verfügung. Weitere Informationen sowie Kreditanträge im Internet.