Jährlich eine Milliarde Dollar Behandlungskosten in Uganda

Aids

Aids und Malaria verursachen Uganda Kosten von mehr als einer Mrd. Dollar pro Jahr. Die Hauptgründe für diese Ausgaben seien die direkten Behandlungskosten gepaart mit einem Verlust des Wohlstands als Ergebnis einer sinkenden Arbeitskraft. Dies erklärte der Präsident von Uganda Yoweri Museveni auf einer Konferenz der 14 Gesundheitsminister von Ost-, Zentral- und Südafrika. Im Vergleich mit den Erlösen, die Uganda durch Kaffee-Exporte erziele, sei der Verlust um einiges höher. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Ugandas betrage lediglich sechs Mrd. Dollar pro Jahr. Dies habe unteranderem zur Folge, dass Uganda lediglich zwölf Prozent des BIP für Gesundheitsservices zur Verfügung zu stellen könne. Laut Angaben der Uganda Aids Commission sind rund 9,5 Prozent – 1,9 Mio. Menschen - der erwachsenen Bevölkerung HIV-positiv.

Seit der ersten Aids-Diagnose in Uganda 1982 sind rund 900.000 Menschen an den Folgen der Krankheit gestorben. Gleichzeitig hat die Aids-Epidemie die Lebenserwartung von 48 Jahren 1990 auf 38 Jahre im Jahr 1997 gesenkt. "Uganda verliert in etwa 702 Mio. Dollar durch die Aids-Epidemie und 348 Mio. Dollar durch Malaria", erklärte Museveni.

2001 wurde im Zuge der so genannten "Abuja Declaration" beschlossen, 15 Prozent des BIP für den Gesundheitsbereich, insbesondere für die Behandlung von HIV/Aids, Malaria und Tuberkulose aufzuwenden. Andere Staaten in dieser Region könnten noch weniger in den Gesundheitssektor stecken, der Anteil am BIP betrage mitunter weniger als sieben Prozent, berichtet die Online-Ausgabe der ugandischen Tageszeitung The New Vision.