Initiative X-tausendmal quer bereitet sich auf CASTOR-Transport vor

Atomtransporte rollen ab 9. November

AtomkraftgegnerInnen bereiten sich auf den bevorstehenden CASTOR-Transport vor. Die Initiative X-tausendmal quer hat auch für den diesjährigen Transport ins Wendland eine große gewaltfreie Sitzblockade zwischen Dannenberg und Gorleben angekündigt. "Über 350 Menschen haben schon jetzt ihr Teilnahme an X-tausendmal quer erklärt", betont Sören Janssen, Pressesprecher der Initiative. Am 9. November startet der Protest mit einer Auftaktkundgebung in Gorleben. Der CASTOR-Transport selbst wird von den AtomkraftgegnerInnen in der 46. Kalenderwoche im Wendland erwartet.

Die atomkritische Bäuerliche Notgemeinschaft aus dem Wendland will die Proteste mit Schleppern und Traktoren begleiten. Außerdem seien symbolische Dorfneugründen geplant, sagte deren Sprecher Hans-Jürgen Büsch. Sie seien Teil der Aktion "Das Wendland wird ver-rückt". Im Wendland sollten dabei symbolisch neue Orte wie "Neu-Obrigkeitsheim" gegründet werden.

Die niedersächsische Landesvorsitzende des Umweltverbandes BUND, Renate Backhaus, sprach von einem "Glaubwürdigkeits-GAU" der rot-grünen Bundesregierung. Durch die verlängerte Laufzeit für das Atomkraftwerk Obrigheim habe die Regierung "die letzte Restglaubwürdigkeit in der Atompolitik verspielt", sagte Backhaus. Jeder neue Castor-Transport "zementiert Gorleben als Endlager". Der Koalitionsvertrag mache deutlich, dass eine ernsthafte Suche nach Alternativen nicht mehr gewollt sei.