BND: Nur eine absolute Minderheit der Muslime sind gewaltbereit

Islam ist nicht gleich Terrorismus

Der Präsident des Bundesnachrichtendienste (BND), August Hanning, warnt davor, den Islam generell unter den Grundverdacht des Terrorismus zu stellen. Das sei "abwegig", sagte Hanning am Donnerstag laut Redemanuskript zum Auftakt eines internationalen Symposiums in Pullach bei München. Die überwiegende Mehrheit der Muslime hänge apolitischen und gemäßigten Ausprägungen des Islam an. Die Veranstaltung steht unter dem Motto "Globalisierung + Islamismus = Kampf der Kulturen?".

Hanning erläuterte zugleich, dass eine absolute Minderheit gewaltbereiter Islamisten eine nicht zu unterschätzende Gefahr darstelle. Besorgnis errege, dass diese Terroristen im Einzelfall islamische Einrichtungen und Strukturen für ihre Ziele missbrauchen. Dadurch könnten leicht muslimische Gemeinden in Misskredit geraten.

Islamisten agitieren Hanning zufolge meist unterschiedslos gegen die Ideen aus dem Westen. Ob politische, wirtschaftliche oder sozio-kulturelle Einflüsse, alles werde als Gefahr bekämpft. Bei der Veranstaltung diskutieren 300 internationale Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Strafverfolgungsbehörden und Nachrichtendiensten über die Gefahren des islamistischen Terrorismus.