Handwerk will Ausweitung der Mini-Jobs

Schwarzarbeit

Das Handwerk unterstützt ausdrücklich Bestrebungen zur Ausweitung der Mini-Jobs über die haushaltsnahen Dienstleistungen hinaus. Zugleich forderte er Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Hanns-Eberhard Schleyer eine Gesamtregelung. Es sollte künftig nicht mehr in 325-, 420- oder 500-Euro-Jobs unterschieden werden. Er plädierte für eine Anhebung der Mini-Jobs auf 600 Euro.

Schleyer sagte am Donnerstag, er halte diesen Vorschlag für großartig und plädiere für die Ausdehnung dieser Jobvariante "auf alle Bereiche". Damit würden viele Menschen aus der Schwarzarbeit herausgeholt. Zudem gäbe es einen "gewissen Spielraum für die Betriebe und wir müssen nicht ständig nachjustieren". Dies wäre zudem ein "wirklicher Beitrag" im Niedriglohnsektor und ein Anreiz für illegal Beschäftigte, aus der Schwarzarbeit herauszukommen, sagte Schleyer. Die zuständige Arbeitsgruppe des Vermittlungsausschusses hatte bereits über den von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) vorgelegten Kompromiss beraten, die ursprünglich nur für haushaltsnahe Dienstleistungen geltenden Mini-Jobs auch auf Kellner, Verkäufer und Bürokräfte auszudehnen.