Weitere Gesetze zur Gleichstellung in Ländern benötigt

Tag der Behinderten

Der Deutsche Behindertenrat (DBR) fordert ein Antidiskriminierungsgesetz und Gleichstellungsgesetze auf Länderebene. Zudem verlangte der Verband am Dienstag in Berlin, die neuen Gesetze zur Gleichstellung rasch umzusetzen und durch entsprechende Landesgesetze zu flankieren. Auch solle ein neues steuerfinanziertes Leistungsgesetz die Übernahme zusätzlicher Kosten für Behinderte regeln. Bei vielen Regelungen fehlten bundeseinheitliche Standards, bemängelte der Verband anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen.

Der BDR-Vertreter und Präsident des Sozialverbandes VdK, Walter Hirrlinger, sagte: "Teilhabe ist mehr als ein Benachteiligungsverbot - wenn das umgesetzt wird, wird die Welt für Behinderte verändert." Besonders die Barrierefreiheit müsse konsequent umgesetzt werden. Das betreffe auch die bisher unzureichende Versorgung mit Gebärdendolmetschern, verlangte Hirrlinger.

Der Behindertenrat fordert ferner eine bessere Vernetzung von Krankenkassen und Rehabilitationsträgern und eine bessere Patienteninformation. Die Kampagne "50.000 Jobs für behinderte Menschen" müsse fortgesetzt werden. Zudem spricht sich der Verband für eine gemeinsame Erziehung von behinderten und nicht behinderten Kindern an Kindergärten und Schulen aus, um die Integration zu fördern. Auch der Anspruch auf persönliche Assistenz für Behinderte sollte laut BDR flexibler geregelt werden.