Naturland als erster deutscher Öko-Verband in den USA akkreditiert

Ökolandbau

Seit November 2002 ist der gemeinnützige Ökologische Landbauverband vom United States Department of Agriculture (USDA) akkreditiert. Damit kann der Verband, der rund 29.000 Ökobauern in aller Welt betreut, seinen Mitgliedern und Partnern ein neues wichtiges Dienstleistungsangebot machen: Die USDA Akkreditierung stellt den Marktzugang für Naturland zertifizierte Produkte in die USA sicher. Wichtig ist dies derzeit besonders für Öko-Tee, Öko-Kaffee und Shrimps aus Ökologischer Aquakultur.

Naturland hat als erster und bislang einziger deutscher Ökologischer Landbauverband die USDA Akkreditierung erhalten. Nötig wurde dieses Verfahren, um den internationalen Warenverkehr für die Naturland Mitglieder zu vereinfachen In den USA gilt seit Oktober eine neue Öko-Gesetzgebung. Das National Organic Program (NOP) lässt sich in etwa mit der Systematik der EU Verordnung 2092/91 vergleichen. Auch hier geht es darum, Ökoprodukte gesetzlich zu definieren und gegenüber dem Verbraucher sicher zu stellen, dass die Öko-Produkte im Markt einem definierten Standard entsprechen.

Grundsätzlich müssen Öko-Zertifizierungsorganisationen vom United States Department of Agriculture (USDA) akkreditiert sein. Nur Produkte, die von akkreditierten Organisationen zertifiziert sind, dürfen dann in die U.S.A. exportiert werden. Das Problem: Die Öko-Gesetze der EU und der Vereinigten Staaten sind bisher weder harmonisiert, noch gibt es bilaterale oder multilaterale Vereinbarungen, die den Warenaustausch ermöglichen.

Naturland e.V. Geschäftsführer Gerald A. Herrmann: "Ein Hersteller, der für beide Märkte produzieren möchte, muss also jeweils unterschiedliche Richtlinien erfüllen, die von in den jeweiligen Ländern zugelassenen Zertifizierungsstellen zertifiziert werden. Praktisch durchläuft das Unternehmen also voneinander unabhängige Zertifizierungen. Diese Schwierigkeiten hemmen den Handel und können die Produkte mit zusätzlichen Kosten belasten."