Bulmahn fordert bessere Strukturierung der Studiengänge

Bildung

Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) ist unzufrieden mit der großen Zahl von Studienabbrüchen an deutschen Hochschulen. Die Ministerin forderte eine bessere Strukturierung der Studiengänge. "Wenn einige Fächer eine Abbrecherquote von 80 Prozent haben, dann ist das entschieden zu viel", sagte Bulmahn der Hochschulzeitschrift "Unicum" in Bochum. Zu den Ursachen von Studienabbrüchen verwies die Ministerin auf einen Zwischenbericht des so genannten Hochschul-Informations-Systems. Demnach wüssten viele Studenten nicht, was sie später mit ihrem Studium beruflich anfangen sollten. Andere könnten keine Schwerpunkte in ihrer Ausbildung erkennen. Ebenso rief sie die Hochschulen auf, Beratung und Betreuung der Studierenden zu verstärken.

Mit Blick auf die gegenwärtige "Stagnation an den Universitäten" forderte Bulmahn zudem von den Studierenden mehr Engagement. "Wer nichts einfordert, muss sich über manche Dinge nicht wundern", sagte sie. Entwarnung gab die Ministerin für die Etats der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Max-Planck-Gesellschaft. Die Förderung werde 2003 auf dem Niveau des vorangegangenen Jahres fortgesetzt.