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Zahl der Asylbewerber sinkt

Zuwanderung

Die Zahl der Asylbewerber ist im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit 1987 gesunken. Wie Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) am Mittwoch in Berlin mitteilte, stellten insgesamt 71.127 Personen erstmals einen Asylantrag, das sind 19,4 Prozent weniger als 2001. Insgesamt entschied das Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge über rund 130.000 Fälle, davon wurden 2.379 Personen Asyl gewährt. 4.130 erhielten Abschiebeschutz, bei rund 80 000 wurde der Asylantrag abgelehnt. 43.176 Fälle hätten sich, so der Minister, "anderweitig erledigt".

Der Rückgang sei in erster Linie auf die "Vorauswirkung des Zuwanderungsgesetzes zurückzuführen", betonte Schily. Mit der Gesetzesvorlage sei deutlich gemacht worden, dass missbräuchliche Asylaufenthalte in Deutschland künftig leichter und rascher beendet werden können. Er bekräftigte zugleich, dass die Bundesregierung noch im Januar den Gesetzentwurf erneut ins parlamentarische Verfahren einbringen wolle. Das Vorhaben war im Dezember vor dem Bundesverfassungsgericht wegen Formfragen gescheitert.

Den Angaben gingen die Antragszahlen aus allen zehn Hauptherkunftsländern zurück. An erster Stelle beim prozentualen Rückgang lag Afghanistan. Rund 2800 Flüchtlinge dieses Landes suchten Schutz in Deutschland, 52,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Asylbewerberzahl aus dem Irak ging um 40,3 Prozent auf etwa 10.000 Antragsteller zurück. Auch aus Jugoslawien (-3,9), der Türkei (-11,9) und aus Russland (-10,3) kamen weniger Flüchtlingsanträge als vor einem Jahr.

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