Grüne wollen individuelle Altersvorsorge fördern

Renten

Die Grünen unternehmen einen neuen Vorstoß zur strategischen Absicherung der Altersbezüge. Im Mittelpunkt der Überlegungen steht die Schaffung eines steuerlich geförderten und individuell angelegten Altersvorsorgekontos. Grünen-Fraktionschefin Krista Sager trat aber Berichten entgegen, wonach ihre Partei die vor einem Jahr ins Leben gerufene private Riester-Rente wieder abschaffen wolle. Sager sagte am Donnerstag, es gehe darum, die betriebliche und die private Altersvorsorge weiter zu stärken. Die Grünen-Politikerin erklärte, Ziel der Initiative sei es, private und betriebliche Vorsorgeleistungen auf einem individuellen Konto zusammenzuführen.

So werde "das Ansparen aus verschiedenen Quellen" erleichtert. Die Einzahlungen sollten bis zu einer bestimmten Höhe steuerfrei bleiben und im Alter entnommen werden können. Eine entsprechende Initiative soll auf der am Donnerstag in Wörlitz beginnenden Klausurtagung der Grünen-Bundestagsfraktion beraten werden.

Grünen-Finanzexpertin Christine Scheel ergänzte, ein Altersvorsorgekonto biete "viel Freiraum für den Sparer". Wenn eine vorzeitige Entnahme voll versteuert würde, biete dies einen "hohen Anreiz, für das Alter zu sparen und das Ersparte erst im Alter anzugreifen", zitiert das Blatt aus dem Diskussionspapier. Die Riester-Rente müsse "einfacher, verständlicher und flexibler werden", hieß es.

Vorübergehend sollen den Plänen zufolge Mittel zur Finanzierung des selbst genutzten Wohneigentums entnommen werden können, wenn diese dann in einem befristeten Zeitraum wieder angelegt werden. Viele Menschen nutzten Wohneigentum als Altersvorsorge, begründete Scheel die Überlegung.