Robert-Schumann-Preisträger geehrt

Musikauszeichnung

Der Robert-Schumann-Preis der Stadt Zwickau geht in diesem Jahr an die Sopranistin Juliane Banse und den Musikwissenschaftler Joachim Draheim. Die Jury habe diesen Beschluss einstimmig gefasst, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Gesellschaft und Direktor des Robert-Schumann-Hauses Zwickau, Gerd Nauhaus. Die Preisträger würden die mit insgesamt 10 000 Euro dotierte Auszeichnung am 7. Juni in Zwickau entgegen nehmen.

Juliane Banse wurde am Bodensee geboren und wuchs in Zürich auf. Sie begann ihre Ausbildung mit 15 Jahren, studierte nach dem Abitur an der Musikhochschule München. Ihre Operntätigkeit begann 1989 an der Komischen Oper Berlin, seither trat sie in allen wichtigen europäischen Opernhäuser auf und machte sich zudem als Konzertsängerin einen Namen. Die Sopranistin bestimme das Niveau heutiger Schumann-Liedinterpretationen entscheidend mit, urteilte die Jury.

Joachim Draheim wurde 1950 in Berlin geboren, studierte Klassische Philologie, Geschichte und Musikwissenschaften in Heidelberg, wo er 1978 promovierte, sowie Klavier- und Violoncellospiel. Er habe sich insbesondere als Schumann-Herausgeber außerordentliche Verdienste erworben und zudem verschollene Werke und Werkfassungen entdeckt.

Der Robert-Schumann-Preis der Stadt Zwickau wird seit 1964 jährlich vergeben.