Misereor verstärkt mit 220 000 Euro Hilfsprojekte im Irak

Hilfe statt Bomben

Mit einem Sonderfonds von insgesamt 220 000 Euro verstärkt das katholische Entwicklungshilfswerk Misereor seine Hilfe im Irak. Mit 120 000 Euro wird die Misereor die soziale Arbeit des chaldäischen Erzbischofs von Basra, Gabriel Kassab unterstützt. 100 000 Euro fließen in weitere Projekte im Irak, unter anderem in die medizinische Grundversorgung des "Al-Hayat" Hospitals in Bagdad. "Erzbischof Kassab bemüht sich, die ärgste Not der Bevölkerung zu lindern", so Maria Haarmann, Misereor Länderreferentin für den Nahen Osten.

In einer durch die Diözese eingerichteten Armen-Apotheke werden Medikamente unentgeltlich abgegeben, sauberes Trinkwasser wird an die Bevölkerung verteilt und in den drei Kindertageseinrichtungen der chaldäischen Kirche erhalten Kinder wenigstens einmal am Tag eine Mahlzeit", so Haarmann. Neben der Unterstützung des Al-Hayat Hospitals in Bagdad sei ein weiterer Schwerpunkt die Sorge um die im Falle eines Krieges zu erwartenden Hunderttausenden von Flüchtlingen. "In Zerqa, in Jordanien, ist das Mutter- und Kinderhospital "Mother of Mercy" der irakischen Dominikanerinnen bereits jetzt ein wichtiger Partner bei der Versorgung von Flüchtlingen. Auch dort werden wir die Hilfe ausbauen", erklärt Haarmann.

"Ein möglicher Krieg träfe in ganz besonderem Maße die Menschen im Irak, die ohnehin durch Krieg und Embargo geschunden sind: die Armen, die Kranken, die Frauen und Kinder", erklärt Misereor-Geschäftsführer Martin Bröckelmann-Simon das verstärkte Engagement des Hilfswerks. Durch unsere schnelle Hilfe wollen wir zu einer langfristigen Verbesserung ihrer Lebenssituation beitragen. Nach wie vor erhoffen wir natürlich eine friedliche Lösung der Irak-Krise", so Bröckelmann-Simon.

Misereor bittet um Spenden für Projekte im Irak auf das Konto: Sparkasse Aachen, Konto-Nr. 52 100, BLZ 390 500 00, Stichwort: IRAK.