Beeinträchtigung der inneren Organe häufigster Ursache für schwere Behinderung

Schwerbehindertenquote

Millionen Menschen sind in Deutschland schwerbehindert. Zwischen Ende 1999 und Ende 2001 nahm die Zahl um rund 80 000 zu, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. Die Schwerbehindertenquote liegt bei 8,1 Prozent. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Schwerbehinderten sind Männer. Als schwerbehindert gelten Personen, denen von den Versorgungsämtern ein Grad der Behinderung von 50 und mehr zuerkannt wurde. Etwa die Hälfte (52 Prozent) der schwerbehinderten Menschen waren 65 Jahre und älter.

Ein knappes Viertel (23 Prozent) gehörte der Altersgruppe zwischen 55 und 65 Jahren an. 2,5 Prozent der Schwerbehinderten waren Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. In 85 Prozent der Fälle wurde die Behinderung durch eine Krankheit verursacht, 4,7 Prozent der Behinderungen waren angeboren, 2,5 Prozent waren auf einen Unfall oder eine Berufskrankheit zurückzuführen.

Am häufigsten litten schwerbehinderte Menschen unter Funktionsbeeinträchtigungen der inneren Organe oder Organsysteme (27 Prozent). Bei 15 Prozent der Betroffenen waren Arme und Beine in ihrer Funktion eingeschränkt, bei weiteren 14 Prozent Wirbelsäule und Rumpf. Auf geistige oder seelische Behinderungen entfielen zusammen 8 Prozent, auf zerebrale Störungen ebenfalls 8 Prozent. In 5 Prozent der Fälle lag Blindheit oder Sehbehinderung vor.

Bei einem Viertel der schwerbehinderten Menschen (25 Prozent) war vom Versorgungsamt der höchste Grad der Behinderung von 100 festgestellt worden, 30 Prozent wiesen einen Behinderungsgrad von 50 auf.