Noch keine Spur von Arjan Erkel - Unterschriftensammlung verlängert

Ärzte ohne Grenzen

Trotz der Suche russischer und dagestanischer Behörden, während der vergangenen fast sieben Monate, bleibt der entführte Arjan Erkel vermisst. Bis heute hat Ärzte ohne Grenzen nicht einmal ein Lebenszeichen von ihm. Daher verlängert Ärzte ohne Grenzen die weltweite Online-Unterschriftenkampagne bis Ende März. Sie richtet sich an den russischen Präsidenten Wladimir Putin und den Staatsratsvorsitzenden der Republik Dagestan, Magomedali Magomedov. Über eine eigene Website können nun auch Unterstützer aus Russland dazukommen. Bislang sind bereits über 150.000 Unterschriften für die Freilassung des Mediziners eingegangen.

Peter-Arjan Erkel ist 32 Jahre alt und gebürtiger Holländer. Sein erster Einsatz mit Ärzte ohne Grenzen führte ihn 1994 nach Uganda. Seither war er als logistischer Koordinator und Projektkoordinator in vielen Ländern tätig, unter anderem in Tadschikistan, Usbekistan, Russland und Sierra Leone. Seit April 2002 war er als Landeskoordinator von Ärzte ohne Grenzen in Makhachkala, der Hauptstadt der russischen Republik Dagestan tätig, bis er verschwand.

In Inguschetien hat Ärzte ohne Grenzen die Projektarbeit inzwischen wieder aufgenommen, die Aktivitäten in Dagestan und Tschetschenien sind weiterhin ausgesetzt. In akuten Notfällen wird die Organisation in Tschetschenien allerdings tätig werden. Die Büros in Makhachkala, Chasawjurt und Grosny bleiben daher geöffnet, um die Lage beobachten zu können.