Französischer katholischer Bischof Jacques Gaillot bei den Menschen im Irak

Irak-Krise

Als Bischof von Partenia, dem Bistum ohne Grenzen, sei es seine Aufgabe, dort zu sein, wo Menschen leiden. Darum ist Bischof Gaillot am 6. März in den Irak gereist. Er will in Bagdad, Bassorah und an der irakisch-kuweitischen Frontlinie den Menschen eine Botschaft des Friedens bringen und mit ihnen für den Frieden beten. Bereits beim letzten Golfkrieg hatte er ein Buch geschrieben: "Offener Brief an diejenigen, die den Krieg predigen, diesen aber andere führen lassen".

Eigentlich wollte der Vatikan ihn zum Schweigen bringen. 1995 wurde er als Bischof von Evreux in Frankreich abgesetzt. Er sei zu progressiv und verhalte sich mit seinen radikalen Vorschlägen zur Kirchenreform, aber auch in politischen Belangen wie ein Rebell.

Die weitere Strafe Roms trug geradezu bizarre Züge. Er wurde offiziell zum Bischof des längst in der Wüste Algeriens untergegangenen Bistums Partenia ernannt. Er hat aber nicht resigniert, im Gegenteil, er fühlt sich jetzt erst richtig frei, dort zu sein, wo immer Menschen ihn brauchen. Sein real nicht existierendes Bistum ist jetzt weltumspannend, weil virtuell im Internet (www.partenia.org).