Bundesweite dezentrale Kriegsproteste in allen Städten und Dörfern geplant

Irak-Krieg

Für den Tag X, an dem die USA den Krieg gegen den Irak beginnen, rufen landesweite Friedensinitiativen zwischen 17 und 19 Uhr zu Protesten auf. Im Aufruf von Pax christi heißt es: "Wenn wir auch diesen Krieg wohl nicht mehr verhindern so werden weitere jetzt schon in der US-Administration diskutierte Kriege zu verhindern sein! Die Friedensbewegung ist beeindruckend durch ihre Vielfalt und Kraft; sie wird sich nicht beirren lassen dürfen, auch nicht durch die - wie nach dem Afghanistan-Krieg - zu erwartende Freiheitsrhetorik!"

Das Trierer Bündnis schreibt: "Wir sagen entschieden NEIN zu einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg, der die irakische Zivilbevölkerung treffen wird. Bei aller Unterstützung des kriegsablehnenden Kurses der deutschen Bundesregierung sind wir entschieden gegen jegliche Bereitschaft, sich militärisches Eingreifen teilweise vorzubehalten. Die Bundesregierung muß den USA und ihren Alliierten endlich nicht nur verbal sondern auch praktisch jegliche Unterstützung beim Irak-Krieg versagen: durch das Verbot von Überflugsrechten, den Abzug der Bundeswehrsoldaten vor US-Einrichtungen, durch die sofortige Rückführung der ABC-Spürpanzer aus Kuwait und der AWACS-Überwachungsflugzeuge nach Deutschland!"

"Wer Krieg gegen den Irak führt, gießt Öl ins Feuer des internationalen Terrorismus. Mit den Opfern erwachsen neuer Haß und neue Terroristen. Wer dem international wachsenden Terrorismus den Boden entziehen will, muß für weltweite soziale Gerechtigkeit sorgen. Krieg ist kein Mittel gegen Terror sondern ein Verbrechen an der Menschheit!" so Markus Pflüger von der AG Frieden, eine der Gruppen des Bündnis gegen Krieg, das seit Monaten gegen den Krieg demonstriert.

Die Forderungen des Trierer Bündnisses: keine deutsche Kriegsbeteilgung, Schließung von Kriegsflughäfen wie Spangdahlem, keine Enteignung für die Erweiterung und Förderung ziviler Alternativen. Aktuelle Proteste sind im Internet zu finden.