Über ein Viertel der Studenten brechen ihr Studium ab

Bildung

Mehr als ein Viertel der Studenten bricht das Studium ohne Abschluss vorzeitig ab. Das geht aus einer am Donnerstag in Berlin von Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) vorgestellten Studie hervor. Danach lag die Studienabbrecherquote im Exmatrikulationsjahrgang 2000/2001 bei 27 Prozent. 71 Prozent der befragten Abbrecher nannten die Studienbedingungen als wichtigen Grund. Sie fühlten sich durch die Hochschullehrer nicht ausreichend betreut und bewerteten die Studienorganisation als unübersichtlich.

Über die Hälfte der Studienabbrecher nannte der Studie zufolge auch finanzielle Gründe für den Schritt.

Besonders schlechte Noten erhielten laut Umfrage die Bereiche Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Informatik.

Bulmahn will daher die Bedingungen an deutschen Hochschulen verbessern. Daher will sie den Bundesländern einen "Pakt für Hochschulen" vorschlagen. Geplant sei unter anderem ein Ranking für Hochschulen, um deren Leistungen besser einschätzen zu können.

Erstellt wurde die Studie im Auftrag von Bulmahn von der HIS Hochschul-Informationssysteme GmbH. An der Untersuchung beteiligten sich rund 3000 Studienabbrecher von 63 Universitäten und Fachhochschulen.