Arbeitslosenzahl steigt

Konjunktur

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Februar weiter gestiegen. Insgesamt waren 4,706 Millionen Menschen ohne Beschäftigung, wie die Bundesanstalt für Arbeit am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Gegenüber Januar sei die Zahl der Arbeitslosen um 83 100 gesteigen, während sie im Vergleich zum Vorjahresmonat um 410 100 zulegte. Die Arbeitslosenquote nahm im Monatsvergleich bundesweit von 11,1 auf 11,3 Prozent zu.

In Westdeutschland wurden 2,951 Millionen Arbeitslose gemeldet. Das waren 52 600 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg dort von 8,8 auf 9,0 Prozent. In den neuen Ländern betrug die Zahl der Arbeitslosen 1,756 Millionen. Das war ein Plus von 316 500 gegenüber dem Vormonat. Die Quote lag bei 19,9 Prozent, nachdem im Januar 19,5 Prozent ermittelt worden waren.

Der Chef der Bundesanstalt, Florian Gerster, sieht in dem kalten und schneereichen Wetter die Hauptursache für die Zunahme im Berichtsmonat. Deshalb sei vor allem in den so genannten Außenberufen die Situation besonders kritisch, sagte Gerster. Zudem wirke sich die gesamtwirtschaftliche Schwäche nachhaltig aus. Solange sich die deutsche Wirtschaft in einer Phase der Stagnation befinde, könne sich der Arbeitsmarkt nicht bessern.

Im Jahresdurchschnitt 2002 waren der Statistik zufolge 4,06 Millionen Arbeitslose gemeldet. Nach aktueller Planung der Arbeitsämter können 2003 insgesamt ebenso viele Arbeitslose und

Arbeitssuchende gefördert werden wie 2002. Es werde nicht weniger Maßnahmen geben, zum Teil aber andere, sagte Gerster. Die Zahl der Teilnehmer an ABM werde dabei rückläufig sein. Sie dürften nur noch eingesetzt werden, wenn es im konkreten Fall keine wirtschaftlichere Alternative gebe.