Windkraft im Aufschwung

Regenerative Energien

Im laufenden Jahr kann die Stromerzeugung aus Windenergie in Deutschland auf 21 bis 24 Milliarden Kilowattstunden klettern. Davon geht das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster in einer am Montag veröffentlichten Prognose aus. Im vergangenen Jahr seien bundesweit 16,5 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Wind erzeugt worden. Schon 2002 habe die Branche weltweit ein Rekordwachstum verbucht. Insgesamt könnten im laufenden Jahr erstmals mehr als 50 Milliarden Kilowattstunden aus regenerativen Energiequellen erzeugt werden, was einem Anteil von neun Prozent am Stromverbrauch entspreche, schätzte das IWR.

Mehr chronische Krankheiten durch falsche Ernährung

Gesundheit

Wenn die Menschen ihre Ernährung nicht umstellen, könnten im Jahr 2020 chronische Krankheiten weltweit für drei Viertel aller Todesfälle verantwortlich sein. Zu diesem Schluss kommt eine am Montag in Genf veröffentlichte Studie der Wltgesundheitsorganisation (WHO) und der Welternährungsorganisation (FAO). Danach spiele die Nahrung eine Schlüsselrolle bei den Risikofaktoren. Zur Vorbeugung vor chronischen Krankheiten rieten die Forscher deshalb zu einer Umstellung der Ess- und Lebensgewohnheiten: weniger Salz, Zucker und gesättigte Fettsäuren, dafür aber mehr frisches Obst und Gemüse sowie eine Stunde leichter Bewegung.

Umweltverbände kritisieren Elbe-Ausbau

Naturschutz

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Naturschutzbund (NABU) lehnen den vom Land Sachsen-Anhalt geforderten Bau eines Saale - Elbe - Kanals strikt ab. Der Kanalbau wäre ein Rückfall in die alte Flusspolitik, so die Umweltverbände. Ein verstärkter Ausbaudruck auf die Elbe wäre zudem eine unvermeidbare Folge. Der geplante Saale-Elbe-Kanal solle die kanalisierte Saale (2,50 garantierte Tauchtiefe) mit der nicht kanalisierten Elbe (1,20m garantierte Tauchtiefe) verbinden.

Einzelhandel erholt sich

Konjunktur

Der deutsche Einzelhandel ist gestärkt in das laufende Jahr gestartet. Im Januar habe der Branchenumsatz um nominal (in jeweiligen Preisen) 0,6 Prozent und real (inflationsbedingt) 1,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats gelegen, teilte das Statistische Bundesamt mit. Für den Einzelhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren hätten die großen Läden (Supermärkte, SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte) deutlich mehr abgesetzt, während der Facheinzelhandel an Umsatz eingebüßt habe.

Datenschützer kritisieren "Verbrauchertäuschung" durch Schufa

Falsche und fehlende Informationen

Die Schufa bekommt wieder einmal Prügel von Datenschützern: "Nicht überall, wo "Verbraucherinformation" drauf steht, ist auch "Verbraucherinformation" drin", kritisiert die Deutsche Vereinigung für Datenschutz (DVD) zwei Broschüren der Schufa-Holding. Die zwei "Verbraucherinformationen" zur Schufa allgemein und zum Score-Verfahren, enthielten "nicht einmal ansatzweise objektive Informationen". Dem DVD-Vorsitzenden Thilo Weichert trieb es bei der Lektüre die Zornesröte ins Gesicht: Enthalten seien falsche rechtliche Informationen, die Behauptung wissenschaftlicher Seriosität und die Verweigerung der grundlegendsten Verbraucherinformationen über die Schufa. Die DVD fordert die Schufa auf, "sich eines Besseren zu besinnen und endlich gegenüber den Datenschutzbehörden, der Verbrauchern und allgemein der Öffentlichkeit mit offenen Karten zu spielen".

Künstlerinitiative übergibt Anti-Kriegs-Gedichte an Regierungen

CD-ROM gegen Krieg

Vertreter der internationalen Künstlerinitiative "Poets Against the War" wollen am Mittwoch in Berlin eine CD-ROM mit 15 000 Anti-Kriegs-Gedichten an Kulturstaatsministerin Christina Weiss übergeben. Unter den Autoren sind nach Angaben des Bundespresseamtes Christa Wolf, Klaus Staeck, Thomas Schliesser, Hans Jessen und Karen Margolis.

Am Mittwoch beginnt die Musikmesse in Frankfurt

"Music sounds better with you"

Musikinstrumente in allen Größen, Formen und Farben sind von Mittwoch an auf der 24. Internationalen Musikmesse in Frankfurt am Main zu sehen. Dieses Jahr findet die Veranstaltung unter dem Motto "Music sounds better with you" statt. Bis zum Wochenende stellen 1465 Aussteller aus 49 Ländern ihre Produkte, sowie technischen Neuheiten vor.

Donnerstag sollen Bahnen bundesweit stehen

Bahn-Tarifstreit

Die Streikaktionen im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn sind am Dienstag erneut ausgeweitet worden. Arbeitsniederlegungen in den bayerischen Verkehrsknotenpunkten München, Nürnberg und Regensburg brachten die bislang massivsten Warnstreiks bei der Bahn, wie Unternehmen und Gewerkschaften übereinstimmend berichteten. Zwischen 5.45 und 9.15 Uhr beteiligten sich insgesamt 400 Beschäftigte an den Aktionen zur Durchsetzung der Gehaltsforderungen, teilten die Gewerkschaften Transnet und GDBA mit. Sie wollten damit vor den am Donnerstag weiter gehenden Tarifverhandlungen Druck auf den Bahn-Vorstand ausüben. An diesem Tag soll nach "Tagesspiegel"-Informationen nach den regional begrenzten Warnstreiks der Bahnverkehr in Deutschland flächendeckend lahmgelegt werden. Die Aktion solle während des Früh-Berufsverkehrs stattfinden, teilte das Berliner Blatt am Dienstag mit.

Unternehmen vergibt Gütesiegel für Newsletter

Infos mit Qualität

Zum ersten Mal hat das Beratungsunternehmen staconsult eine Qualitätsauszeichnung für Newsletter vergeben. Das Unternehmen wolle damit ein Gütesiegel für qualitativ hochwertige Newsletter etablieren, so staconsult-Geschäftsführer Severin Tatarczyk . Mit dem Siegel "High Quality Newsletter" würden laut den Angaben nur Newsletter ausgezeichnet, die nach eingehender Prüfung sieben Qualitätskriterien erfüllen. So soll den Konsumenten und potenziellen Lesern die Entscheidung über ein Abonnement erleichtert werden. Der erste ausgezeichnete Newsletter ist der Branchen-Newsletter dsl-review.

Forscher entdecken Gen der Epilepsie

Erbkrankheiten

Bonner Epileptologen haben zum ersten Mal ein Gen identifiziert, das bei einer so genannte idiopathischen Epilepsie eine Rolle spielt. Verantwortlich sei ein Gen namens CLCN2, dessen Defekt zu fehlerhaften chemischen Mechanismen im Gehirn führe. In der Folge komme es zu einer Übererregbarkeit der Nervenzellen, berichten die Forscher. Die Epileptologen könnten durch die Kenntnis der für eine Epilepsie verantwortlichen Gene zwar die Krankheit nicht von vorn herein verhindern. Mitunter sei es aber möglich, gezielter wirkende Medikamente zu entwickeln. Weltweit littden etwa 70 Millionen Menschen an einer idiopathischen Epilepsie. Die Symptome seien sehr unterschiedlich. Sie reichen von sekundenlanger Bewusstlosigkeit über Zuckungen der Arme oder Beine bis hin zu schweren Krampfanfällen.

30 Jahre Artenschutzabkommen

Bedrohte Arten

Vor dreißig Jahren, am 3. März 1973, wurde das internationale Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES gegründet. An diesem Tag verabschiedeten Vertreter aus 80 Staaten in Washington die "Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora". Der WWF wertet das Abkommen rückblickend als Erfolg. Seit der Gründung von CITES sei noch keine einzige durch das Abkommen geschützte Art ausgestorben. Das zeige, wie wichtig Handelskontrollen für bedrohte Arten seien, so WWF-Artenschutzexperte Volker Homes. So sei vor allem die Weitsicht der CITES-Gründer bemerkenswert: Sie hätten schon Anfang der siebziger Jahre den Schutz vieler Tier- und Pflanzenarten forciert, obwohl damals noch kaum jemand über Umweltschutz gesprochen habe.

Stromverbrauch und Wirtschaftswachstum steigen parallel

BIP und Energie

Stromverbrauch und Wirtschaftswachstum in Deutschland bewegten sich im vergangenen Jahr im Gleichschritt. Sowohl das Bruttoinlandsprodukt als auch der Stromverbrauch legten im Vorjahresvergleich jeweils um 0,2 Prozent zu. Das teilte der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) am mit. Dagegen sei der Primärenergieverbrauch 2002 um 1,9 Prozent gesunken. Damit setzte sich ein seit Jahren bundesweit andauernde Trend fort, so der Verband. Demnach laufe die Entwicklung von Wirtschaftswachstum und Energieeinsatz gekoppelt ab.

ADFC startet Kampagne zur Fahrradmitnahme in Zügen

Fortbewegung

Die Deutsche Bahn verärgert ihre Rad fahrenden Kunden, bemängelt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC). Fahrrad-Stellplätze würden abgebaut, attraktive Fernverbindungen - besonders der ICE – würden Radreisenden vorenthalten. Zehntausende Bahnkunden wünschten sich Mehrzweckabteile auch im ICE. So der Verband. Daher startet der ADFC die ICE-Kampagne "Jetzt sind wir am Zug!“ Ziel der Kampagne sei die Fahrradmitnahme in allen Zügen.

Nächtlicher Lärm schadet der Gesundheit

Ruhig schlafen

Menschen aus stark mit Verkehrslärm belasteten Wohngebieten sind häufiger wegen Bluthochdrucks in ärztlicher Behandlung als diejenigen, die an weniger belasteten Straßen wohnen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Robert Koch-Instituts (RKI) mit über 1.700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA). Besonders deutlich sei der Zusammenhang zwischen Bluthochdruck-Behandlungen und der nächtlichen Lärmbelastung. Dabei seit das Erkrankungsrisiko größer, wenn die Betroffenen bei offenem Fenster schliefen.

Spanische Dorfbewohner kämpfen gegen Staudamm

Naturschutz

Mehrere Tausend Menschen haben in der nordspanischen Kleinstadt Agoiz gegen den umstrittensten Staudamm der iberischen Halbinsel demonstriert. Das berichtete der Deutschlandfunk. Der Staudamm bei dem baskischen Dorf Itoiz sei fertig und solle alsbald bis zur vollen Höhe geflutet werden, wenn es nach dem Willen der Regionalregierung von Navarra und der Zentralregierung in Madrid gehe. Itoiz und neun weitere Dörfer, 1000 Hektar Wald und Ackerflächen würden unter der riesigen Wasserfläche verschwinden. Unter anderem drei Naturschutzgebiete und zwei Vogelschutzzonen würden zum Teil geflutet. In den Tälern, die zu den Pyrenäen gehören, siedeln fast 100 Tierarten, die vom Aussterben bedroht sind.

Veranstalter der ITB hoffen auf neue Reiselust

Internationale Tourismus-Börse

Die Internationale Tourismus-Börse (ITB) in Berlin werde der weltweit in einer Krise befindlichen Reisebranche wieder Optimismus geben. Diese Einschätzung äußerten Vertreter der Messe Berlin, des Deutschen Reisebüro- und Reiseveranstalter-Verbandes, des Deutschen Tourismusverbandes und der Deutschen Zentrale für Tourismus. Die ITB als Weltmarktführer der Tourismusmessen bleibe von der Krise verschont und baue ihre Position als größte Dienstleistungsmesse der Welt weiter aus, so die Hoffnung.

Bahn will ihren Mitarbeitern entgegenkommen

Warnstreik

Die Deutsche Bahn hat nach weiteren Warnstreiks der Bahnbeschäftigten Entgegenkommen im festgefahrenen Tarifstreit signalisiert. Sie werde bei der Fortsetzung der Tarifverhandlungen "am Donnerstag ihr Angebot konkretisieren", kündigte Personalvorstand Norbert Bensel am Montag in Berlin an. Das Ende der Sanierungsphase bei der Bahn sei "erstmals konkret absehbar", fuhr der Personalchef fort. Die Bahn erkläre sich daher "heute schon bereit, die Mitarbeiter dann angemessen am Unternehmenserfolg zu beteiligen", wiederholte er einen Vorschlag von Bahnchef Hartmut Mehdorn.