Ströbele befürchtet neuen Krieg im Nahen Osten

Bedrohung USA

Der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele befürchtet den Ausbruch eines neuen Krieges im Nahen Osten. Es könne sein, "dass wir im nächsten Monat oder in einem Jahr den nächsten Krieg haben", so Ströbele. Dass nach dem Irak noch mehr auf der Agenda der Amerikaner stehe, sei deutlich. Im Augenblick zeichne sich ein Angriff gegen Syrien ab, sagte Ströbele. Aber auch die US-Drohungen gegen den Iran gäben Anlass zu Befürchtungen.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag forderte die Anti-Kriegsbewegung in Deutschland auf, trotz Beendigung der Kämpfe im Irak weiter für den Frieden zu demonstrieren. "Auch wenn wir den Irak-Krieg nicht verhindert haben, müssen wir weiter auf der Straße bleiben, um vielleicht bei den nächsten erfolgreicher zu sein", sagte er.

Nach Ansicht von Ströbele ist das schnelle Ende des Irak-Kriegs kein Grund für eine nachträgliche Rechtfertigung des amerikanischen Vorgehens. Der militärische Erfolg ändere nichts daran, dass es sich um einen völkerrechtswidrigen Angriff gehandelt habe. Außerdem könne man gerade aus dem Kriegsverlauf den Schluss ziehen, dass der Irak gar nicht so bedrohlich gewesen sei, wie die Amerikaner es dargestellt hätten. "Dass Europa, die Nachbarstaaten oder gar die USA durch Massenvernichtungswaffen des Irak nicht akut gefährdet waren, wissen wir nun", sagte Ströbele.