Olympia bringt Naturzerstörung, aber keine Jobs

Olympia-Bewerbung Leipzig

Eine Woche nach der Kür Leipzigs zum deutschen Bewerber für die olympischen Sommerspiele 2012 reißen die Diskussionen um die Entscheidung nicht ab. Leipzigs Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee (SPD) erklärte, für Olympia wichtige Bauprojekte vorziehen zu wollen. Gleichzeitig räumte er ein, eine rasche Belebung des regionalen Arbeitsmarktes sei von der Entscheidung nicht zu erwarten. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) kündigte an, umweltzerstörende Bauvorhaben für die Spiele verhindern zu wollen.

Tiefensee sagte, es gehe vor allem um solche Bauvorhaben, die die innere Erschließung betreffen und durch die schwierige Haushaltslage verschoben worden wären. "All das, was der Erschließung des Olympia-Parks, des Olympischen Dorfes und der anderen Schwerpunkte wie Alte Messe und Neue Messe dient, wird mit Hochdruck angegangen", sagte der Oberbürgermeister. Einen Schub für den Arbeitsmarkt erwarte er nicht, er hoffe aber auf positive Impulse für die Wirtschaft, sich jetzt stärker für Leipzig zu interessieren.

Der BUND wandte sich unterdessen gegen geplante Bauprojekte in dem Leipziger Naturschutzgebiet Auenwald. Sprecher Burghard Meyer, sagte, vor allem Pläne, durch dieses Gebiet ein Ringstraße zu bauen, werde sein Verband "bis aufs Letzte bekämpfen".