Aids-Medikament für Entwicklungsländer billiger

HIV

Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline wird die Preise für Aids-Medikamente in Entwicklungsländern halbieren. Der Preis für die bekannteste Aids-Therapie, das Kombi-Medikament Combivir, soll nach eigenen Angaben um 47 Prozent reduziert werden. Damit sei es zu einem ähnlichen Preis wie einige Aids-Generika erhältlich. Von der Preisreduktion betroffen sind 63 Entwicklungsländer, darunter alle Länder südlich der Sahara.

Laut Angaben der New York Times verkaufte der Pharmakonzern im Jahr 2002 rund sechs Millionen Tabletten der Arznei. Im Jahr davor waren es noch zwei Millionen. Dem Unternehmen zufolge wurde die Preissenkung durch Verbesserungen in der Herstellung und Abkommen, die mit Lieferanten der Rohmaterialien getroffen wurden, möglich. Der Pharmakonzern werde auch die Preise für seine anderen Medikamente zur HIV/Aids-Behandlung senken, heißt es weiter.

In den letzten Jahren wurde der Druck auf Pharmakonzerne, die Aids-Medikamenten-Preise in Entwicklungsländern zu senken, zunehmend größer. GlaxoSmithKline wurde insbesondere aufgrund seines Löwenanteils am Markt kritisiert. Im September 2002 erfolgte die erste Reaktion: Die Preise für Aids-Medikamente in Entwicklungsländern wurden um ein Drittel reduziert.