Über eine Million Dollar gegen SARS

Keine Entspannung in China

Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao rechnet im Kampf gegen SARS mit keiner baldigen Entwarnung. "Die Lage in China ist noch immer ernst", zitiert die BBC Wen anlässlich des Treffens der zehn südostasiatischen ASEAN-Staaten mit Vertretern Chinas und Japans in Bangkok. Der Ministerpräsident schlug einen Fonds zur Bekämpfung von SARS vor. Peking wolle dafür rund 1,2 Millionen Dollar bereitstellen, Thailand ist bereit, 250.000 Dollar zur Verfügung zu stellen. Die genaue Höhe des Fonds wurde noch nicht festgelegt. Zudem wolle man künftig Informationen über die Ausbreitung von SARS und Gegenmaßnahmen besser austauschen.

Die Volksrepublik müsse die Tatsache erkennen, dass SARS eine langdauernde Epidemie ist. So hätte es nicht nur einen akuten Anstieg neuer SARS-Fälle gegeben, es zeichnet sich laut dem Ministerpräsidenten auch die Tendenz ab, dass sich die Epidemie in andere Regionen ausbreite. Nun aber habe die Regierung erkannt, dass sie anfänglich auf den Ausbruch unzureichend reagiert habe, un daher "entscheidende Maßnahmen" gegen eine weitere Verbreitung der Lungenkrankheit getroffen.

Laut WHO ist China der "Schlüssel" dafür, herauszufinden, ob SARS ausgerottet werden kann. WHO-Experte David Heymann erklärte: "Kann China SARS nicht eingrenzen, kann die Krankheit auch nicht eliminiert werden."