Verpackungsrecycling spart Energie und schont das Klima

Duales System

Rund 9,6 Kilowattstunden Strom verbraucht ein durchschnittlicher Drei-Personen-Haushalt jeden Tag für den Betrieb von Waschmaschine, Kühlschrank, Fernseher und Co. Dieser Bedarf entspricht etwa der Energiemenge, die durch das Recycling von drei Gelben Säcken voll gebrauchter Verpackungen mit dem Grünen Punkt eingespart wird. Um den Umweltnutzen des Verpackungsrecyclings vollständig transparent zu machen, hat das Duale System in diesem Jahr erstmals eine ökologische Analyse des Recyclings sämtlicher Verpackungsmaterialien erstellt, die die Einsparung an Primärenergie und klimarelevanten Treibhausgasen aufzeigt. So wird der ökologische Beitrag deutlich, den das richtige Trennen von Verpackungen erbringt.

Die erweiterte Umweltleistungsbilanz basiert auf Daten für die Sammlung, Sortierung und Verwertung aller Verpackungen im Jahr 2002. Neben Leichtverpackungen (Aluminium, Kunststoff, Verbunde und Weißblech) wurden auch Verpackungen aus Glas und Papier in die Berechnungen einbezogen. Insgesamt betrug die Einsparung an

Primärenergie 67,5 Milliarden Megajoule. Das Recycling von Verpackungen leistete im letzten Jahr auch einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz. Der Ausstoß von 1,5 Millionen Tonnen klimaschädlicher Treibhausgase, wie zum Beispiel Kohlendioxid, konnte vermieden werden. Das würde den Emissionen von 1,16 Milliarden gefahrenen Kilometern von Stadtbussen entsprechen - der Fahrleistung der Linienbusse des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr in sechs Jahren.

Hans-Peter Repnik, Vorstandvorsitzender des Dualen Systems, wies auf der heutigen Pressekonferenz in Bonn darauf hin, dass aufgrund der Pfandpflicht für Getränkeverpackungen qualitativ gut und preiswert zu recycelnde Materialien aus dem Dualen System herausgefallen seien. "Unsere Herausforderung ist es daher, trotz der verschlechterten Rahmenbedingungen die ökologische Gesamtleistung des Systems weiter zu steigern. Dies werden wir durch den Einsatz neuer Verfahren und Technologien auch erreichen." Darüber hinaus sei der Grüne Punkt verstärkt auf die Unterstützung der Verbraucher angewiesen, die durch sorgfältiges Trennen der Verpackungen die Voraussetzung für hochwertige Recyclingprodukte schaffen.

Jeder Bundesbürger hat im letzten Jahr im Durchschnitt 76,7 Kilogramm Wertstoffe zu den Sammelbehältern des Dualen Systems gebracht (2001: 76,6 Kilogramm) und so zur Einsparung von Ressourcen beigetragen. Die zehnte Umweltleistungsbilanz des Dualen Systems für die Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verkaufsverpackungen im Jahr 2002 verzeichnet unter dem Strich einen leichten Anstieg der Sammelmenge gegenüber dem Vorjahr um knapp 31 Tausend Tonnen auf 6,32 Millionen Tonnen. Insgesamt sind seit Bestehen des Dualen Systems mit Hilfe der umweltbewussten Verbraucher über 52 Millionen Tonnen Verpackungen geprüft in die Verwertung gegangen.