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WHO verabschiedet Anti-Tabak-Konvention

Gegen das Rauchen

Die 192 Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben die erste Anti-Tabak-Konvention verabschiedet. Die Anti-Tabak-Konvention gilt als das erste internationale Regelwerk im Gesundheitswesen. Die Konvention ruft damit alle Staaten zu umfassenden Beschränkungen in der Tabak-Werbung, der Förderung des Tabak-Konsums und der Sponsorenschaft durch die Tabakindustrie auf. Eine schärfere Gesetzgebung soll strikter gegen den Tabakschmuggel vorgehen, schreibt die WHO in einer Aussendung. Im Verlauf der Verhandlungen wehrten sich neben den USA auch Japan und Deutschland gegen weitreichende Einschränkungen bei der Tabak-Werbung.

Die Vereinbarungen wurden nun nach vierjährigen Verhandlungen erzielt. "Die Konvention muss nun so rasch wie möglich in Kraft treten. Mitgliedstaaten müssen diese als Grundlage für ihre nationale Gesetzgebung zur Tabak-Kontrolle verwenden", erklärte die Generaldirektorin der WHO, Gro Harlem Brundtland. Sobald die Konvention von 40 Staaten ratifiziert wird, trete sie in Kraft. Auf den Text hatten sich die Mitglieder der WHO bereits Ende Februar geeinigt. Die USA hätten allerdings noch Vorbehalte.

Die Konvention hat es sich zum Ziel gesetzt, die Zahl der zurzeit jährlich rund fünf Millionen Todesopfer durch Tabakkonsum zu verringern. Die Todesrate könne sich bis 2010 auf zehn Millionen erhöhen, wenn Länder die Maßnahmen der Anti-Tabak-Konvention nicht implementieren, heißt es aus Genf. Während in einigen Industrieländer die Zahl der Raucher sinke, steige sie insbesondere bei Jugendlichen in Entwicklungsländern. Diese würden zu mehr als 70 Prozent zur prognostizierten Todesrate beitragen.

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