Fleisch für die Reichen aus den Ländern der Armen schädigt die Umwelt

Worldwatch Institute

Die Fleischproduktion wird in Schwellen- und Entwicklungsländern ein immer bedeutenderer Wirtschaftsfaktor, da Konzerne aus Europa und den USA ihre Produktionsstätten in unterentwickelte Länder wie Russland, Mexiko, Indien, China und die Philippinen verlagern. Allerdings bergen diese Tierfarmen große Risiken für Umwelt und Gesundheit, warnt das Worldwatch Institute.

Nach Angaben der Welternährungsorganisation ist Asien derzeit der am schnellsten wachsende Fleischproduzent. Die einheimische Tierwelt werde zurückgedrängt, Abwässer aus den Ställen verseuchten das Grundwasser, auch sei die Verbreitung von Antibiotika aus den Futtermitteln nicht zu kontrollieren. Der Trend ist allerdings schwer umzukehren, betont Worldwatch, denn viele weniger entwickelte Länder seien nur zu gern bereit, Standorte für Tierfarmen anzubieten, da Fleischproduktion aus kurzfristiger Sicht in hohem Maße lukrativ ist.