"Girls Day" soll Mädchen für Technik interessieren

Einblick in "mädchenuntypische" Berufe

In technischen und naturwissenschaftlichen Berufen sind junge Frauen nach wie vor unterrepräsentiert. Zum dritten Mal soll nun der "Girls' Day" die weibliche Neugier auf solche Berufe wecken. Am Donnerstag geben bundesweit mehr als 3700 Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Behörden Einblick in "mädchenuntypische" Berufe, sagte Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) am Dienstag in Berlin.

Die Ministerin hatte den "Girls' Day" vor drei Jahren initiiert und veranstaltet ihn gemeinsam mit dem Bundesfrauenministerium, dem DGB, der Initiative D21, der Bundesanstalt für Arbeit (BA), dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sowie dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH).

Ziel der Initiative sei es, die über 90 000 erwarteten Mädchen und jungen Frauen für technische Berufe zu begeistern und ihnen neue Perspektiven zu eröffnen, sagte Bulmahn. Bisher schöpften sie ihre Berufsmöglichkeiten bei weitem nicht aus, da sie sich immer noch hauptsächlich auf beliebte Dienstleistungsberufe wie etwa Arzthelferin oder Friseuse konzentrierten.

Der "Girls' Day" solle Mädchen der fünften bis zehnten Klassen die Chance geben, in Firmen, Behörden und Hochschulen Informationen über technische und naturwissenschaftliche Berufe oder Studienrichtungen zu bekommen. Nach dem "Girls' Day" im vergangenen Jahr hätten sich 40 Prozent der Besucherinnen anschließend für ein entsprechendes Praktikum oder eine Ausbildung entschlossen.

Bundesfrauenministerin Renate Schmidt (SPD) wies darauf hin, dass in so genannten männerdominierten Berufen des Handwerks nur knapp neun Prozent der Auszubildenden junge Frauen sind. Der Frauenanteil in den IT-und Medienberufen liege bei 24 Prozent und soll laut Schmidt bis 2006 auf 40 Prozent steigen.