Demographische Entwicklung keine Ausrede für Sozialabbau

Altersvorsorge auf breiter Basis

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat gefordert, die Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme nicht allein am Faktor Arbeit festzumachen. Mit dem Argument der demografischen Entwicklung dürfe nicht weiter Sozialabbau betrieben werden. Dies lenke lediglich von den Versäumnissen der Politik in den vergangenen Jahren ab, die soziale Sicherung der Menschen langfristig auf eine solide Basis zu stellen. Die Kosten für Alterssicherung und Gesundheitsfürsorge müssten auf eine breitere Basis gestellt werden.

Umstrukturierungen der sozialen Sicherungssysteme brauchten dagegen Akzeptanz in der ganzen Gesellschaft. „Jetzt auf der Klaviatur des Generationenkonflikts zu spielen, geht in die falsche Richtung“, sagte Larissa Klinzing, vom GEW-Hauptvorstand. Die Interessen von älteren Menschen an gesellschaftlicher Teilhabe sei ebenso legitim, wie das Verlangen der jungen Generation, nicht von Sozialabgaben erdrückt zu werden.