Zuwendungen für Erhalt der Baudenkmäler rückläufig

Denkmalpflege

Die Denkmalpfleger der Länder machen sich Sorgen um den Erhalt des kulturellen Erbes. Die staatlichen Zuwendungen für den Erhalt von Baudenkmalen seien "überwiegend rückläufig", sagte Jörg Haspel, Vorsitzender der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger (VDL), zur Eröffnung der Jahrestagung am Montag in Hannover. "Wir sehen mit Sorge, dass manche Länder Bundesprogramme nicht mehr in Anspruch nehmen, weil Komplementärmittel fehlen", betonte er.

Haspel beklagte zudem, dass staatliche Programme wie Wohnbau- oder Wirtschaftsförderung überwiegend "Neubauten auf der grünen Wiese" begünstigten. Der Altbaubestand in den Städten bleibe dadurch zunehmend ungenutzt und werde dem Verfall preisgegeben. Derartige Förderungen seien nicht nur aus denkmalpflegerischer, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht kontraproduktiv, betonte Haspel. Bis zum Mittwoch tagen in Hannover 370 Experten für Denkmalpflege. Die Veranstaltung steht unter dem Motto "System Denkmalpflege, Netzwerke für die Zukunft".