Weniger Raubkopien

Lizenzierte Software

Der Anteil der raubkopierten Software ist weltweit im vergangenen Jahr um einen Prozentpunkt auf 39 Prozent gesunken. In Westeuropa betrage der durchschnittliche Anteil der Piratensoftware rund 35 Prozent. Das berichtet die Business Software Allianz (BSA). Weltweit gingen der Softwareindustrie nach eigenen Angaben durch Softwarepiraterie rund 13,5 Milliarden Dollar an Umsätzen verloren. Dabei gehe der Anteil an illegaler Software in den meisten Ländern zurück, nur in Italien und Großbritannien sei er auf 47 beziehungsweise 26 Prozent gesteigen.

Spitzenreiter in der Statistik von IPR sei China. Hier gingen die Umsätze um 2,4 Milliarden Dollar zurück. Damit überholt China erstmals die USA, wo der Ausfall 1,96 Milliarden Dollar betrug. Am höchsten sei der Anteil an Piratensoftware in Vietnam, wo 95 Prozent der Software illegal kopiert wurde.

Die BSA führt die Entwicklung in Europa auf ihre "Schonfrist-Kampagnen" im vergangen Jahr zurück, die ein erhöhtes Unrechtsbewusstsein geschaffen hätten. Gleichzeitig profitierte die BSA von der EU-Copyright-Debatte zum Schutz von geistigem Eigentum. Ein weiterer Grund für den Rückgang der Piraterierate ist nach Ansicht der BSA die öffentliche Debatte über den Schutz geistigen Eigentums.