Europäische Photovoltaikbranche im Aufwind

Sonnenenergie

Die europäische Photovoltaikindustrie holt erneut auf. Im weltweiten Vergleich hat sich der Marktanteil der europäischen Hersteller von Solarstrommodulen auf über 25 Prozent verdoppelt, berichtet der Bundesverband Solarindustrie (Bsi). Motor für die Entwicklung sei Deutschland, das mit zinsgünstigen Darlehen im 100.000 Dächer-Programm und der erhöhten Solarstromvergütung im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) einen Nachfrageboom ausgelöst habe. Aber auch andere Länder wie Spanien und Frankreich hätten jetzt Programme für die Photovoltaik-Markteinführung aufgelegt.

International liege jedoch noch Japan an der Weltspitze: Dort wurden im Jahr 2002 Solarstromanlagen mit einer Leistung von 140 Megawatt (MW) installiert. Deutschland liegt weltweit an Platz zwei mit 80 MW. Grund für die japanische Führungsrolle ist die kontinuierliche Förderung der Photovoltaik seit 1994 im sogenannten 70.000 Dächer-Programm.

"Auf Basis der deutschen Photovoltaik-Programme hat die europäische Solarindustrie seit 1999 zur Aufholjagd angesetzt", erklärt Gerhard Stryi-Hipp, BSi-Geschäftsführer. Die Photovoltaikunternehmen hätten über eine Milliarde Euro in moderne Produktionsanlagen investiert und arbeiteten intensiv daran, ihren Marktanteil auszubauen. Bei den Solarzellen liege der europäische Produktionsanteil derzeit bei 25 Prozent.