SPD riskiert Wortbruch durch Bomben auf die Kyritzer Heide

Bombodrom NEIN!

Seit 1992 benutzen alle Verteidigungsminister, ob CDU oder SPD, die gleichen Argumente, um den Luft-/Boden-Schießplatz Kyritz-Ruppiner Heide hoffähig zu machen. Vollmundig und hochmoralisch lehnte die SPD den Platz in Oppositionszeiten ab. Nach Meinung der Bürgerbesegung Freie Heide gegen den Bombenabwurfplatz wiederhole Struck und mit ihm die SPD heute die Argumente des politischen Gegners als hätte es nie eine ablehnende Position gegeben! Die Regierungspartei SPD ignoriert unseren Protest, im Bundestag wie im Kabinett. Stattdessen verteidigt sie durch ihr Festhalten an einer militärischen Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide Falschaussagen der ehemals CDU-geführten Bundesregierung.

Einbezogen in die Planungen zur Raumordnung in Mecklenburg-Vorpommern, hat das damalige CDU-Verteidigungsministerium zu keinem Zeitpunkt auf den geplanten Luft-/Boden-Schießplatz hingewiesen. Opfer dieser politischen Verantwortungslosigkeit seien die Anwohner, die hier leben, mit oder ohne Lobby. Opfer sind alle, die insgesamt mehr als 500 Millionen Euro in den Aufbau des wirtschaftlich aussichtsreichen Tourismus investiert haben und die damit mehr als 2000 Dauerarbeitsplätze geschaffen haben. Opfer seien die Gäste, die hier Ruhe und Erholung suchen und stattdessen Tieffluglärm und Geschützdonner zu hören bekommen könnten.

Für die friedliche Nutzung der Heide werden im Internet Unterschriften gesammelt. Am 19.07.2003 findet um 14 Uhr eine Demonstration in Mirow statt, vom 25.07.-3.08.2003 Sommeraktionstage, die am 3.8. mit einem Protestpicknick in der Heide enden.